Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Wolfgang Binding als freischaffender Künstler. In dieser Zeit ist ein umfangreiches Oeuvre an Bronzeplastiken entstanden; von wenigen Zentimetern bis lebensgroß.
Hier entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler ein Werkverzeichnis seiner Arbeiten. Manche davon sind direkt bei uns in der Galerie erhältlich, andere sind kurzfristig verfügbar, wieder andere können unter Einhaltung der Auflage auf Wunsch neu gegossen werden.
Der 1937 in München geborene Bildhauer und Grafiker Wolfgang Binding lernte zunächst an der Kölner Dombauhütte Steinmetz und Bildhauer. Von 1959 bis 1965 studierte er Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Zoltan Szèkessy sowie an den Universitäten von Alexandria und Kairo. Von 1965 bis 1975 war er Assistent von Professor Elmar Hillebrand an der RWTH Aachen. Nach einer Gastprofessur an der Northern Michigan University wurde er 1976 Professor an der RWTH Aachen. Seit seiner Emeritierung im Jahr 1993 ist er als freischaffender Künstler tätig.
Ob auf Wanderungen oder im Café, die Motive für seine Bronzen findet Binding überall. Seine Skizzen entstehen oft spontan und einige wenige davon werden später im Atelier zu einer bewußt gestalteten dreidimensionalen Form. Die Verwandlung der Wachsmodelle in Bronzeplastiken ist das Ziel, es gilt „einen befriedigenden Weg zwischen Wunsch und Möglichem zu finden und in der Bronze das im Wachs gefundene zu bewahren.“ (Wolfgang Binding in: „Werkübersicht Bronzen-Zeichnungen 2009-2012“, Verlag Depelmann, 2013)
Bekannt sind den Aachenern vor allem seine Großplastik „Spielende Pferde“ auf dem CHIO-Gelände, der „Heilige Georg“, der 2018 mit dem Polizeipräsidium an den neuen Standort Debyestr. umgezogen ist oder auch die Schafgruppe auf dem Steppenberg. Weitere Plastiken, Brunnen und Denkmälern findet man in zahlreichen Städten in Deutschland und der Schweiz. Die Guggenheim Stiftung kaufte 2006 eine Ziegen-Großplastik von Wolfgang Binding, die in der Berliner Kunsthalle Deutsche Guggenheim im Zuge der Ausstellung „Hommage à Picasso“ der Hamburger Künstlerin Hanne Darboven gezeigt wurde.